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Rita Elisabeth Bernard: Bindungsdiagnostik bei Kindern: Eine empirische Untersuchung mit dem FRT-R und einer modifizierten Form der Fabelmethode nach Düss

Zusammenfassung

Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung sollte ein Verfahren entwickelt werden, das wie der von Gramel (1998), Stolecki (1998) und Wolf-Süssmann (1997) revidierte FRT Auskunft bezüglich der emotionalen Bindungen von 5- und 6 jährigen Kindern zu ihren primären Bezugspersonen geben kann. Es wurden Düss-Fabeln nach bindungsrelevanten Gesichtspunkten modifiziert und neue Geschichten entwickelt, die in der modifizierten Fabelmethode zusammengefaßt wurden.

Die beiden Verfahren (FRT?R und modifizierte Fabelmethode) wurden an 70 Kindergartenkindern im Alter von 5 bis 6 Jahren durchgeführt. In der vorliegenden Arbeit wurden die Testergebnisse des revidierten FRT mit den Ergebnissen der modifizierten Fabelmethode mittels multivariater Varianzanalysen verglichen und die Konvergenz der modifizierten Geschichten mittels Korrelationen überprüft. Desweiteren wurden einige der modifizierten Geschichten, die Hinweise auf eventuell bestehende problematische Eltern-Kind-Beziehungen geben sollen, auf ihre Konvergenz untersucht.

In die Berechnungen gingen die positiven Zuordnungen zu Mutter und Vater im FRT-R sowie die Präferenzausrichtung der Kinder in den jeweiligen Geschichten ein. Die Geschichten wurden danach ausgewertet, ob das Kind den Vater oder die Mutter bevorzugte oder keine Präferenz für ein Elternteil zeigte. Die Ergebnisse bestätigen die Zusammenhänge zwischen den Beziehungsaussagen des revidierten FRT und denen der modifizierten Fabelmethode nur für einige Geschichten und für diese auch nur teilweise. Die Zusammenhänge der Geschichten gestalten sich gering. Die modifizierte Fabelmethode sollte in dieser Form nicht zur Diagnostik emotionaler Bindungsqualitäten von Kindern hinsichtlich ihrer Eltern herangezogen werden. Es erscheint notwendig, sowohl irrelevante Geschichten hinsichtlich emotionaler Bindung aus dem Verfahren herauszunehmen als auch neue bindungsrelevante Geschichten zu entwickeln.

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