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Ulrike
Gehrmann: Wunschkaiserschnitt: Der Einfluss von
Selbstwirksamkeit und Geburtsangst auf die Wahl des Geburtsmodus
– insbesondere des Wunschkaiserschnitts
Zusammenfassung
Die leitende Fragestellung der Arbeit bezog sich auf den Einfluss von
Selbstwirksamkeit und Angst auf die Wahl des Geburtsmodus, insbesondere
des Wunschkaiserschnitts. Dabei wurde von der Annahme ausgegangen, dass
verminderte Selbstwirksamkeitserwartungen und verstärkte
Trait-Angst die Intention erhöhen, einen Wunschkaiserschnitt
vornehmen zu lassen. Darüber hinaus wurde die Geburtsangst, die
Einstellung zum Thema Wunschkaiserschnitt und die Nutzung und der
Einfluss von Informationsquellen erhoben. Die Erhebung der
Selbstwirksamkeit erfolgte mittels der Skala zur Allgemeinen
Selbstwirksamkeitserwartung, der Trait-Angst mittels des STAI, der
Geburtsangst mittels der GAS und der Einstellung zum
Wunschkaiserschnitt, sowie den Informationsquellen mittels des
Fragebogens aus der GEK-Studie. Die Untersuchung wurde an der
Uni-Klinik Mainz, sowie der HSK, Wiesbaden durchgeführt.
Probandinnen waren 105 Frauen nach der Entbindung, wovon 48 auf die
Experimentalgruppe und 57 auf die Kontrollgruppe entfielen. Die drei
Kaiserschnittvarianten wurden differenziert betrachtet. Die
Korrelationsanalysen ergaben einen negativen Zusammenhang von
Trait-Angst und Selbstwirksamkeit. Je höher die Trait-Angst war,
desto niedriger war die Selbstwirksamkeitserwartung. Trait-Angst und
Geburtsangst korrelierten positiv, d.h. der individuelle Unterschied in
der Neigung, viele Bereiche als bedrohlich zu erleben ging einher mit
erhöhter spezifischer Geburtsangst. Die Experimentalgruppe wies
signifikant höhere Trait-Angst Werte auf, als die Kontrollgruppe.
Dabei tendierte die kleinste Gruppe der Wunschkaiserschnitte zu
höheren Trait-Angst Werten als die größte Gruppe der
Primären Sectio. Erhöhte Angstwerte gingen einher mit der
Einstellung pro planbarer, schneller und schmerzfreier Geburt. Frauen
mit diesem Profil suchten häufiger den Frauenarzt auf. Die
Experimentalgruppe nutzte häufiger die verfügbare Information
durch Ärzte, Hebammen und Freundinnen im Vergleich zur
Kontrollgruppe. Die Partnermeinung war nicht ausschlaggebend für
die Wahl des Geburtsmodus. Aus den Ergebnissen wurden
Interventionsmaßnahmen gegen Geburtsängste abgeleitet.
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