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Ann Kathrin Hellwich: Aktuelle Stimmung, Stimmungsregulation und Selbstwirksamkeit Bei Fitnesssportlern

Zusammenfassung

In der vorliegenden Diplomarbeit wurde mithilfe eines quasiexperimentellen Messwiederholungsdesigns eine relativ homogene Stichprobe von 257 Fitnesssportlern zu ihrer aktuelle Stimmung untersucht. Darüber hinaus wurden Stimmungsregulationsmechanismen und sportbezogene Selbstwirksamkeit untersucht. Für die Studie wurden zwei Fragebögen, die von Thayer (1968, 1994) - basierend auf seinem zweidimensionalen Stimmungsmodell - entwickelt wurden und eine Skala von Fuchs (1997) zur Erfassung der Selbstwirksamkeit, verwendet. 
Die Hypothesen beschäftigen sich zum einen mit der durch das Training veränderten aktuellen Stimmung und hierauf wirkenden möglichen Moderatorvariablen. Es zeigt sich, dass durch Sport die Stimmung generell verbessert wird und dass die Art des gewählten Trainings sich sowohl in der Prä- als auch in der Post-Messung der Stimmung niederschlägt. Sehr angespannte, nervöse oder besorgte Personen können ihr Spannungsgefühl mithilfe von Sport signifikant abbauen.
Zum anderen ging die Autorin davon aus, dass in der Sportler-Population das Muster der Verwendung einzelner Stimmungsregulationsmechanismen und deren Effektivitätseinschätzung sich von dem einer heterogenen, repräsentativen Population unterscheidet. Hier fällt auf, dass Fitnesssportler häufiger als die "normale" Population Sport verwenden, um eine schlechte Stimmung, Müdigkeit oder Anspannung zu regulieren. Demographische Variablen jedoch wirken sich in beiden Populationen annähernd gleich aus; hier ergeben sich eine Reihe von Unterschieden zwischen Männern und Frauen, jüngeren und älteren, schulisch besseren und schlechter ausgebildeten und gewichtsmäßig leichteren, durchschnittlichen oder übergewichtigen Personen. In diesem Kontext wird auch die sportbezogene Selbstwirksamkeit und die Länge der Sportpartizipation betrachtet. Beide Populationen (die von Thayer untersuchte amerikanische Stichprobe und die in vorliegender Arbeit betrachtete Sportlerstichprobe) weisen der Regulationsstrategie "Sport treiben" die höchsten Effektivitätswerte zu.
Der Hypothesenkomplex zur sportbezogenen Selbstwirksamkeit befasst sich einmal mit dem Phänomen des gesteigerten Optimismus aufgrund einer guten Stimmung, zum anderen wird überprüft, ob die Länge der Sportpartizipation sich in den Selbstwirksamkeitsscores niederschlägt. Beide Hypothesen können hinsichtlih wichtiger Punkte bestätigt werden.
Übergeordnetes Ziel vorliegender Arbeit war es zu zeigen, dass die Einbindung sportlicher Aktivität ins tägliche Leben nicht nur zu einer Steigerung des körperlichen, sondern auch des psychischen Wohlbefindens führt und dass Missstimmungen durch Sport besser bewältigt werden können als durch andere Strategien.

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