Aktuelles
 
Mitglieder
 
Studienplan
 
Prüfungen
 
FAQ
 
Lehrveranstaltungen
 
► Diplomarbeiten
 
Praktika
 
Vorträge
 
Forschung
 
Publikationen
 
Nützliche Links
 
Kontakt

Katja Kisters: Akkulturation und Gender: Deutsche Auswandernde in Griechenland

Zusammenfassung

Auf der theoretischen Grundlage des Akkulturationsmodells von Berry (1996) untersucht diese Arbeit die Akkulturation Deutscher in Griechenland. Im Fordergrund steht dabei der Einfluss des Geschlechts und der Geschlechtsrollenorientierung auf die Akkulturation bzw. die Frage nach Unterschieden in der Akkulturation zwischen Frauen und Männern. Für die Studie wird eine adaptierte Form des Erhebungsinstruments von Diehl und Ochsmann (2000) eingesetzt, mit dem die Akkulturation deutscher Auswanderer in Neuseeland untersucht worden sind. Neben den Strategien gegenüber der Akkulturation und demographischen Daten werden das Akkulturationsverhalten, das subjektive Integrationserleben und das soziale Netzwerk der Befragten erhoben.

In der Untersuchung zeigen sich eine Vielzahl von geschlechtsspezifischen Unterschieden, die durch die Motivation zur Immigration, die Dauer des geplanten Aufenthaltes und die Nationalität der PartnerInnen charakterisiert werden. In ihnen unterscheidet sich die befragte Stichprobe von den untersuchten ImmigrantInnen der Studien Berrys et. al. (1989). So kommen deutsche Männer häufig temporär und geschäftlich motiviert nach Griechenland, während Frauen meist in binationalen Partnerschaften aus privaten Gründen permanent nach Griechenland immigrieren. Charakteristische Modellstrukturen, die Berry (1996) postuliert, lassen sich nicht vollständig replizieren. Für die befragte Gruppe deutscher Auswandernder in Griechenland steht die Frage nach Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft im Fordergrund. Sie fühlen sich häufig integriert, halten aber weiterhin Beziehungen nach Deutschland aufrecht. Nur Sojourners ziehen einen finanziellen Nutzen aus ihrer temporären Immigration, sie grenzen sich aber stärker von der Mehrheitsgesellschaft ab. Unter Berücksichtigung der gefundenen Geschlechtsunterschiede wird für weitere Untersuchungen eine stärkere Gewichtung der familiären Strukturen und Lebensinhalte empfohlen.

Zurück    ▲ Nach oben