Aktuelles
 
Mitglieder
 
Studienplan
 
Prüfungen
 
FAQ
 
Lehrveranstaltungen
 
► Diplomarbeiten
 
Praktika
 
Vorträge
 
Forschung
 
Publikationen
 
Nützliche Links
 
Kontakt

Thomas Klemm: Die Auswirkungen von Mortalitätssalienz auf das Bedürfnis nach konsensueller Validierung des eigenen Weltbildes

Zusammenfassung

Die vorliegende Untersuchung stellt einen weiteren Beitrag zur empirischen Überprüfung der Terror Management Theory von Greenberg, Pyszczynski und Solomon dar. Eine zentrale Aussage der Theorie ist, dass weite Bereiche menschlichen Handels durch das Bedürfnis nach Bewältigung der Angst vor dem eigenen Tod motiviert sind. Die Bewältigung der Angst geschieht dabei durch einen kulturellen Angstpuffer, der aus einem kulturellen Weltbild und dem Selbstwertgefühl besteht. Die menschliche Kultur spielt dabei eine wichtige Rolle, weil sie den Menschen, die ihr angehören tatsächliche oder symbolische Unsterblichkeit versprechen, wenn sie sich an die Vorgaben der Kultur halten. Dadurch kann die existentielle Angst bewältigt werden. In dieser Studie wurde untersucht, wie sich Gedanken an die eigene Sterblichkeit auf das Bedürfnis nach einer konsensuellen Validierung des eigenen Weltbildes auswirkt. In einem Feldexperiment wurden Passanten entweder vor dem Schaufenster eines Bestattungsinstitutes oder vor einem neutralen Schaufenster zu den Themen "Einführung des Euro", "Rechtschreibreform" und "Verschärfung des Asylrechts" jeweils nach ihrer Einstellung dazu und nach dem geschätzten sozialen Konsens befragt. Es wurde davon ausgegangen, dass sich entweder bei den Versuchspersonen, die sich mit ihrer Meinung in der Minderheit befinden (Hypothese 1), oder bei denen, deren Einstellung jeweils gegen das angesprochene Thema ist (Hypothese 2), erhöhte Konsensschätzungen im Sinne des false consensus effects zeigen. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse konnte keine der beiden Hypothesen bestätigt werden. Als mögliche Ursachen für das Ausbleiben der erwarteten Effekte werden Merkmale der abhängigen Variablen, eventuell bestehende Besonderheiten des kulturellen Weltbildes und Aspekte der Versuchsdurchführung diskutiert.

Zurück    ▲ Nach oben