Frank Meißner: Bindung und Versorgung:
Eine Untersuchung mit dem FRT-R und dem Versorgungstest
Zusammenfassung
Die Mainzer Revision des Family Relations Tests und der
Versorgungstest wurden bei 123 Kindern im Grundschulalter eingesetzt
und unter Berücksichtigung der Geschwisterkonstellation
ausgewertet. Die Revision sollte erprobt und bewertet, der Ablauf
optimiert werden. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten waren
aufzuzeigen. Die Zuordnungsspezifitäten der Items wurden
analysiert.
Versorgung und Bindung waren eng verbunden. Es gab keine
Alterseffekte und nur geringe Geschlechtseffekte, aber bedeutende
Unterschiede zwischen Einzel- und Geschwisterkindern. Scheidungskinder
ordneten sich selbst negative Items zu. Die Skalierung der Items erwies
sich der Auswertung nach Itemanzahlen nicht überlegen.
Änderungen am FRT sollten sich am geplanten Anwendungsfeld
orientieren. Eine Beschränkung auf die Kernfamilie unter Verzicht
auf Selbstzuordnungen wird empfohlen. Die Mehrfachvergabe ist
itemspezifisch. Dass das Kind nur eindeutige Gefühle
äußern soll ist familiärer Realität unangemessen.
Die Zusammensetzung der Items sollte überprüft
werden.
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