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Veronika Miháliková: Verhaltensmuster der Trauer: eine neue Geschlechtsrollenorientierung

Zusammenfassung

Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit sind Trauerreaktionen des weiblichen Geschlechts im erwachsenen Alter. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss der Berufstätigkeit und des Selbstwertes auf die Trauerreaktionen der Frauen zu untersuchen, die eine nahestehende Person verloren haben. Ein weiteres Interesse dieser Arbeit galt dem Modell der instrumentellen und intuitiven Trauerverhaltensmuster von Martin und Doka (2000) und dessen Zusammenhang mit der Berufstätigkeit der weiblichen Teilnehmer dieser Untersuchung. Es wurde der Einfluss des bevorzugten Trauerverhaltensmuster und weiteren wichtigen Variablen auf die Trauerreaktionen der Stichprobe untersucht.

Für diesen Zweck wurde mit Hilfe des Programms "Unipark" eine Online-Umfrage konstruiert und anschließend im Internet veröffentlicht. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine anonyme Befragung und die Rekrutierung der Teilnehmer basiert auf einer "passiven" Auswahl verschiedener Internetportale. Voraussetzung für die Teilnahme war ein Alter zwischen 18 und 60 Jahre und die Erfahrung eines subjektiv bedeutsamen Todesfalls, wobei dieses Ereignis nicht länger als vier Jahre zurückliegen sollte. Die Analysestichprobe setzte sich schließlich aus 216 Teilnehmern zusammen.

Die Ergebnisse zeigen lediglich eine Tendenz dafür, dass Berufstätigkeit einen Einfluss auf die Trauer ausübt. Daten der vorliegenden Untersuchung machen deutlich, dass in diesem Kontext vor allem die Moderator-Variable Selbstwert von Bedeutung ist und mit großer Wahrscheinlichkeit einen wichtigen Einflussfaktor des Trauerprozesses darstellt. Weitere Ergebnisse zeigen, dass es einen positiven Zusammenhang gibt zwischen Trauer und religiöser Einstellung des Hinterbliebenen. Ein Zusammenhang zwischen dem Glauben einer Person an ein Leben nach dem Tode und der Trauer konnte nicht bestätigt werden. Ebenfalls wurde das Konzept der antizipierten Trauer überprüft. Dabei zeigte sich eine Übereinstimmung mit der gestellten Hypothese und somit konsistenter Befund zu der bisherigen Forschung.

 


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