Peter Schumacher: Soziale
Unterstützung im Kontext von Attribution und Coping bei
Pflegepersonal : Eine empirische Studie zum
Effekt von Lebensalter und Kinderanzahl bei gesundheitsbezogenen
Stigmata
Zusammenfassung
Ärger, Mitleid und soziale Unterstützung durch
Krankenpflegepersonal wurde in Beziehung zur experimentell erzeugten
Variation der Usachenkontrollierbarkeit und Bewältigungsreaktionen
sowie unterschiedlicher Alters- und Kinderinformationen bei zwei
krankheitsbezogenen Stigmata untersucht. Diese Variationen wurden im
Gegensatz zu vorhergehenden Forschungsarbeiten einer gemeinsamen
Betrachtung unterzogen. Die Forschungsfrage richtete sich darauf,
inwieweit die experimentellen Variationen sowie die Art des Stigmas
vorurteilsgeleitete Reaktionen bei professionellen Helfern
auszulösen imstande waren. Gefundene stigmaspezifische
Unterschiede bestätigten die Vorurteile Fettsüchtigen
gegenüber. Darüber hinaus riefen die Variationen der
Ursachenkontrollierbarkeit und des Bewältigungsverhaltens zu
beiden Teilen emotionale Reaktionen und Unterstützungsbereitschaft
hervor. Des weiteren fand sich unter Berücksichtigung des Alters
der Probanden ein Effekt der Altersinformation der Erkrankten auf
Ärger und Unterstützung. Die Kinderinformation bewirkte keine
Unterschiede. Die Befunde weisen auf die Notwendigkeit hin,
professionelle Helfer über stigmaspezifische Werturteile und deren
Folgen aufzuklären.
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