Jessica Sprenger: Bindungsdiagnostik
bei Kindern: Eine Validierungsstudie mit dem revidierten
Family Relations-Test
Zusammenfassung
Der Family Relations Test
(FRT), von Bene und Anthony 1957 erstmals veröffentlicht, ist ein
spielbasiertes Verfahren zur Erfassung der sozial-emotionalen
Familienbeziehungen aus der Sicht des Kindes. Der FRT wurde in mehreren
Diplomarbeiten an der Universität Mainz überarbeitet,
weiterentwickelt und in eine zeitgemäßere Form gebracht.
Ziel dieser Untersuchung war es, neue Erkenntnisse über die
Validität des revidierten FRT (FRT-R) zu gewinnen und eine
Weiterentwicklung des Testes durch die Einführung neuer Items zur
Erfassung des Bindungsstils zu erwirken. An einer Stichprobe mit 80
Kindern im Alter von drei bis sieben Jahren wurden Zusammenhänge
zwischen dem Antwortverhalten eines Kindes im FRT-R und der
Bindungssicherheit eines Kindes, erfasst mittels dem
Geschichtenergänzungsverfahren (ASCT), untersucht. Sicher
gebundene Kinder unterscheiden sich nicht signifikant von unsicher
gebundenen Kindern hinsichtlich der Zuordnungen negativer Items zum
"Herr Niemand" und positiver Items zu den primären Bezugspersonen.
Dennoch konnten tendenzielle Zusammenhänge zwischen den beiden
Testverfahren im Sinne der Hypothesen gefunden werden. Die
Verständlichkeit der neu konzipierten Bindungsstil Items stellte
sich als problematisch heraus. Zur weiteren Anwendung der Items muss
zunächst eine Überarbeitung der Formulierung vollzogen werden.
The Family Relations Test (FRT), which
was first published 1957 by Bene and Anthony, is a method based on play
that captures social-emotional family relationships from a child's
point of view. The FRT has been revised, through diploma thesis' at the
University of Mainz, enhanced and was brought to contemporary
standards. The study' s intention was to gather new cognitions
regarding the revised FRT's validity (FRT-R) and to enhance the test by
introducing new items which capture attachment styles. In a sampIe of
80 children, ages three to seven, the relationship between the child's
responsiveness in the FRT-R and the child's form of attachment, studied
with the Attachment Story Completion Task, was researched. Securely
attached children did not differ significantly from insecurely attached
children regarding the attribution of negative items to "Mr. Nobody"
and positive items to their primary caregiver. Though, tendencies in
terms of the hypothesis were found. The newly designed attachment style
items turned out to be problematic in terms of its comprehensibility.
For further appliances of these items, an initial revision of the
wording should be implemented.
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