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Tabea Stauch: Körperlich-sportrliche Aktivität unter Berücksichtigung des Transtheoretischen Modells und den postulierten Veränderungsprozessen in der psychosomatischen Rehabilitation

Zusammenfassung

Körperliche Inaktivität ist ein verhaltensbedingter Risikofaktor für eine Vielzahl von Krankheiten und Störungen. Das Transtheoretische Modell (TTM) bietet mit seinen Veränderungsprozessen Strategien und Techniken an, um Personen bei der Verhaltensänderung zu mehr körperlicher Aktivität zu unterstützen. In der vorliegenden Untersuchung wurde eine auf diesen Prinzipien aufgebaute, stadienunspezifische Informationsveranstaltung von 45 Minuten mit einer Standardveranstaltung verglichen. Dazu wurden 134 Patienten einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik mit Hilfe des TTM-Algorithmus für intensive sportliche Aktivität zu vier verschiedenen Zeitpunkten den Stufen der Verhaltensänderung zuordnet und geprüft, in wie weit sich anhand dieser Einteilungen Unterschiede zwischen den Gruppen ergeben. Eine weitere Fragestellung aus dem klinischen Alltag betrifft den Einfluss von Freiwilligkeit bei Patienten. In Anlehnung an die Theorie der psychologischen Reaktanz und die Theorie der Kognitiven Dissonanz wurde deshalb weiterhin untersucht, ob sich die Umsetzung der Veranstaltungsinhalte bei dem Vergleich einer verpflichtenden gegenüber einer freiwilligen Teilnahme unterscheidet. Um mögliche Unterschiede auf der Verhaltensebene zu überprüfen, wurden zusätzlich Erhebungen zum Bewegungs- und Aktivitätsverhalten der Patienten durchgeführt. Zum einen wurde dabei der Zusammenhang mit den Untersuchungsbedingungen, zum anderen mit den Veränderungsstufen untersucht. 

Es konnte festgestellt werden, dass die Partizipation an der Veranstaltung mit der damit verbundenen Verpflichtung zusammenhängt. Im Vergleich zur freiwilligen Teilnahme besuchten mehr Patienten die Veranstaltung, wenn sie dazu verpflichtet waren. Weiterhin entwickelte sich die Stadieneinteilung im Durchschnitt bei allen Patienten positiv. Zwischen den Untersuchungsbedingungen zeigten sich jedoch keine eindeutigen Unterschiede bezüglich der Stadieneinteilung oder dem Ausmaß an körperlich-sportlicher Aktivität. Allerdings zeigte sich, dass die Stufen der Verhaltensänderung mit dem Ausmaß an körperlich-sportlicher Aktivität in Zusammenhang standen. So führten Patienten aus den aktiven Veränderungsstufen mehr Bewegungsaktivitäten durch, als dies für die innaktiven Stufen der Fall war. 

In weiteren Studien wird u. a. zu prüfen sein, ob eine stadienspezifische Anwendung der Veränderungsprozesse Vorteile gegenüber einer generell an diesen Strategien und Techniken orientierten Veranstaltung bringt.

 

Schlüsselwörter: 
Körperlich-sportliche Aktivität, Transtheoretisches Modell, Veränderungsprozesse, Freiwilligkeit

 

 


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